Leben & Kultur

18.11.2005

Deftige Kost von Gut Weinstein

Weil der Stadt-Hausen: Theater

Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber

Klassisches Schwanktheater serviert das Hausener Schneckentheater noch zweimal, am 19. und am 26. November: In "Pleitegeier über Gut Weinstein" geht es nicht nur um ein finanziell angeschlagenes Weingut, sondern vor allem um deftige Sprüche und derben Humor.

 

Zu dumm, wenn die Chefin lieber auf dem frisch erworbenen Feuerstuhl mit ihrer Gang rumhängt, als sich um das eigene Weingut zu kümmern. Doch genau für diesen für ihr Alter eher ungewöhnlichen Lebensstil hat sich Hedwig Weinstein (Heidemarie Maier) entschieden.

Und so geht es in Gut Weinstein drunter und drüber, während der Gerichtsvollzieher (Tobias Wutzler) fröhlich, "das ist ein Ausdruck von Macht und Gewalt", Kuckucks auf das Mobiliar klebt. Es hilft auch nicht gerade, dass der Angestellte Gustl (Peter Wutzler) nicht gerade das hellste Licht an Gottes Weihnachtsbaum ist: "Wir sind bankrott? Ist das eine neue Rebsorte?"

Launiger Theaterabend

Eine abgedrehte Alte, die gerne nackte Männer in Zeitschriften anschaut (Brigitte Müller), ein heiratswütiger Junggeselle vom Nachbargut (Hubert Häcker), eine noch nicht verheiratete Gutstochter, die erst erbt, wenn sie unter der Haube ist (Karin Stierle) und eine fleißige Angestellte, die retten möchte, was zu retten ist (Alexandra Wutzler), dazu der eine oder andere deftige Gag und Spruch: "Pleitegeier über Gut Weinstein", die zehnte Produktion des Hausener Schneckentheaters, mischt die klassischen Komödienzutaten zu einem launigen Theaterabend für Schwankfans.

Das besondere an der Produktion: Das 1995 gegründete Hausener Schneckentheater funktioniert ohne Regisseur. Jedes Stück inszeniert das Ensemble gemeinsam.

"Pleitegeier über Gut Weinstein" ist noch am 19. und am 26. November in der Hausener Festhalle zu sehen. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.hausener-schneckentheater.de

 

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